Verhütung nach Kalender

Die natürliche Familienplanung beruht auf einer sozusagen partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Frau mit ihrem Körper. Es handelt sich dabei um eine Verhütung ohne Pille, bei der dem Körper nicht künstlich Hormone zugefügt werden, die den Eisprung unterdrücken. Der Vorteil ist natürlich, dass die Fruchtbarkeit der Frau durch die natürliche Verhütung nicht manipuliert wird, sie also prinzipiell jederzeit schwanger werden kann, wenn sie das möchte.

Eine verbreitete, aber in punkto Sicherheit überhaupt nicht mit der Anti-Baby-Pille zu vergleichende Methode der natürlichen Verhütung ist die Kalendermethode. Bei dieser Art der Verhütung ohne Pille werden die fruchtbaren Tage im Zyklus bestimmt, während derer dann entweder verhütet wird oder das Paar eben keinen Geschlechtsverkehr hat.

Die Kalendermethode wird auch Knaus-Ogino-Methode genannt, nach ihren Entwicklern. Der Japaner Kyusaku Ogino entwickelte die Methode zur Optimierung der Empfängnischancen; der Österreicher Hermann Knaus verfeinerte sie zur natürlichen Verhütung, wovor Ogino ausdrücklich warnte.

Allein angewendet, ist die Methode eine relativ unsichere natürliche Verhütung, aber eine gute Hilfe bei Kinderwunsch. Das liegt daran, dass der Eisprung und damit auch die fruchtbaren Tage zwar prinzipiell zum gleichen Zeitpunkt stattfinden, zumindest in einem regelmäßigen Zyklus. Andererseits aber kann die empfindliche Hormonbalance auch leicht gestört werden, so dass sich der Eisprung nach vorne oder hinten verschiebt.

Bei Kinderwunsch ist nicht viel “verloren”, außer höchstens Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Tage. Wer mit der Kalendermethode ohne Pille verhütet, kann aber im schlimmsten Fall ungewollt schwanger werden.

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